Pressemitteilung

2021 / 0081
29.04.2021

COVID-19: 7-Tage-Inzidenz liegt in Dahme-Spreewald bei 107,1

Schutzimpfungen für Feuerwehrleute / Keine Testpflicht für vollständig Geimpfte

Im Landkreis Dahme-Spreewald hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle der Atemwegserkrankung COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 64 erhöht. Die heutige 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt im Kreis bei 107,1. Derzeit sind insgesamt 407 Personen tatsächlich infiziert. Labordiagnostisch bestätigt wurden seit Ausbruch der Pandemie bisher insgesamt 6.636 Corona-Infektionen (kumuliert). Es sind bisher 238 im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus stehende Todesfälle zu beklagen. 5.991 Corona-Patienten gelten als wieder genesen.

Keine Testpflicht für vollständig Geimpfte
Vor dem Hintergrund vermehrter Bürgeranfragen weist der Corona-Krisenstab des Landkreises Dahme-Spreewald darauf hin, dass vollständig Geimpfte keinen negativen Testnachweis brauchen: Personen, die eine für den vollständigen Impfschutz nötige mindestens 14 Tage zurückliegende Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten haben, eine entsprechende Impfdokumentation vorlegen können und keine Symptome einer COVID-19-Erkrankungen aufweisen, können Angebote, die bisher nur mit einem negativen Testergebnis genutzt werden dürfen, ohne Vorlage eines Testergebnisses nutzen. Dies gilt auch für Berufsausübungen, für die negative Tests vorgeschrieben sind, z. B. in Schulen und Kitas. Dazu gibt es im § 1(5) der Siebten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung eine entsprechende Klarstellung. Das gilt jedoch nur für Impfungen mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff (Hinweis: der russische Impfstoff Sputnik V ist noch nicht in der EU zugelassen).

Impfungen für Feuerwehrleute in Dahme-Spreewald
Brandenburgs Impflogistikstab hat dem Landkreis Dahme-Spreewald gestern die Lieferung von zusätzlichen 300 Impfdosen für aktive Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr zugesichert. Mit dem Impfstoff sollen rund 250 Kameradinnen und Kameraden bereits am Samstag eine Corona-Schutzimpfung im Schönefelder Impfzentrum erhalten, die übrigen 50 in der kommenden Woche. Die Festlegung der Impfprioritäten nach personenbezogener Risikoeinschätzung erfolgte durch die Wehrleiter vor Ort und wurde vom Kreisbrandmeister Christian Liebe koordiniert. Geimpft werden demnach vor allem aktiv in den Brandschutzeinheiten eingesetzte Kräfte mit vielen Kontakten und Schwerpunktaufgaben.

Landrat Stephan Loge: „Natürlich würden wir gern allen Bürgerinnen und Bürgern in Dahme-Spreewald so schnell wie möglich einen vollständigen Impfschutz ermöglichen, sind dafür aber nach wie vor von Liefermengen und Entscheidungen des Bundes und Landes abhängig. So freut es mich zumindest, einen Teil der Feuerwehrleute unseres Landkreises als wichtige Bedarfsgruppe nun zeitnah mit einer Impfung versorgen zu können“.

Seit Mitte März ergänzte − zusätzlich zu den großen Impfzentren des Landes − ein kommunales Impfangebot, das der Landkreis Dahme-Spreewald in Kooperation mit dem Klinikum Dahme-Spreewald umgesetzt hat, die Möglichkeiten für eine Corona-Schutzimpfung. Wie das federführende Innenministerium gestern informierte, werden die Erstimpfungen mit dem vom Land wöchentlich bereitgestellten kreiseigenen Impfkontingent nun vorerst eingestellt. Alle bisher zugesicherten Zweitimpfungen sind nach Auskunft des Impflogistikstabs auch hinsichtlich des Ausgangsimpfstoffs gesichert und die bis Ende Mai vergebenen Termine können auch in Dahme-Spreewald noch planmäßig stattfinden. Termine für Erstimpfungen werden nicht mehr vergeben. Von persönlichen Nachfragen zur Terminvergabe beim Klinikum und der Kreisverwaltung ist daher ausdrücklich abzusehen.

Über das Impfen in kommunaler Regie sind in den zurückliegenden Wochen mit erheblichen Organisationsaufwand rund 2.300 Menschen im Landkreis gegen Corona erstmalig geimpft worden, informiert Dahme-Spreewalds Impfbeauftragte Sabrina Kuschy. Neben älteren Bürgerinnen und Bürgern waren dies gemäß den Priorisierungsstufen der Coronavirus-Impfverordnung unter anderem Lehrer, Krankenhausmitarbeiter, Pflegekräfte, Erzieher, Einsatzkräfte der Feuerwehren oder Polizisten.

Aktuelles Fallgeschehen im Kreis
Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald informiert darüber, dass derzeit im Landkreis 34 Personen mit einer COVID-19-Infektion in stationärer Behandlung sind. Davon befinden sich acht Patienten in intensivmedizinischer Betreuung, der Rest auf einer Normalstation. Hinsichtlich neuer SARS-CoV-2-Varianten bilanziert die Gesundheitsbehörde, dass bislang im Landkreis Dahme Spreewald insgesamt 772 Mutationen des SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen wurden. Die Übersicht, wo in welchen kreisangehörigen Kommunen derzeit kostenfreie Corona-Schnelltests angeboten werden, aktualisiert der Landkreis fortlaufend auf seiner Webseite www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus (Bürgertests). Die Zahl dieser Teststellen beläuft sich derzeit auf 51.

Weiterhin ermittelt das Gesundheitsamt derzeit nach SARS-CoV-2-Infektionsfällen unter anderem in folgenden Gemeinschaftseinrichtungen in Dahme-Spreewald: AWO-Seniorenheim „Regine Hildebrandt“ Königs Wusterhausen, Schulhort Gröditsch (Märkische Heide), AWO-Integrations-Kita „Sonnenkinder“ Lübben, Kita „Schatzkiste“ Königs Wusterhausen, AWO Integrations-Kita „Spielspaß“ Königs Wusterhausen und Astrid-Lindgren Grundschule Schönefeld.

Folgendes Gesamtbild der Infizierten (davon Genesene / Verstorbene) in den Dahme-Spreewald-Kommunen ergibt sich somit seit Februar 2020: Stadt Königs Wusterhausen 1.030 (911/29), Stadt Lübben 851 (784/51), Gemeinde Schönefeld 795 (728/8), Stadt Luckau 570 (535/21), Stadt Wildau 456 (385/40), Amt Unterspreewald 387 (363/14), Gemeinde Zeuthen 352 (332/9), Amt Lieberose/Oberspreewald 340 (308/7), Amt Schenkenländchen 284 (257/10), Gemeinde Schulzendorf 271 (242/14), Stadt Mittenwalde 262 (239/6), Gemeinde Heideblick 226 (199/8), Gemeinde Heidesee 218 (188/7), Gemeinde Bestensee 207 (186/5), Gemeinde Märkische Heide 183 (163/4) und Gemeinde Eichwalde 179 (161/3).


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