Horizontale Galerie

VORSCHAU: Ausstellung ab 22. September 2021

Die Ausstellung „Roadtrip Ost – Auf der B 96 von Zittau nach Sassnitz“ (Teil 1: Zittau - Berlin) des Künstlers Denis Kuschel aus Zeuthen wird ab Mittwoch, den 22.09.2021 in der „Horizontalen Galerie“ im Landratsamt, Reutergasse 12, 15907 Lübben (Spreewald) zu sehen sein.

„Route 66 des Ostens“ oder „Straße der Freiheit“, die legendäre Fernstraße trägt viele Spitznamen. Die B 96 ist mit über 500 Kilometern die längste Bundesstraße im Osten Deutschlands. Sie beginnt im südöstlichsten Winkel Ostdeutschlands und schlängelt sich von Zittau über Bautzen, Hoyerswerda und Finsterwalde nach Norden Richtung Berlin. Im weiteren Verlauf eröffnen sich – bedingt durch die ehemalige Teilung – zwei Möglichkeiten Berlin zu durchqueren: Die Strecke führt entweder über die B 96 durch Mariendorf, Kreuzberg und Wedding oder über die B 96a durch Adlershof, Friedrichshain und Pankow. Nördlich von Berlin vereinigt sich die Streckenführung in Birkenwerder und führt über Oranienburg, Neubrandenburg und Stralsund bis nach Sassnitz auf der Insel Rügen.


Auch Denis Kuschel hatte die B 96 bislang vor allem als das genutzt, was sie ist: Eine Straße um im Alltag zügig von A nach B zu kommen, zumeist mit dem Auto. So wie es tagtäglich Tausende tun. Dennoch musste es mit dieser Bundesstraße etwas Besonderes auf sich haben. Sie wurde besungen, war Gegenstand zahlreicher Reportagen und Reiseberichte und reizte auch immer wieder Menschen zu besonderen Aktionen. Erst im letzten Sommer hatten sich wieder sieben Unerschrockene aus der Oberlausitz mit einem Barkas Baujahr 1989 auf den Weg nach Norden gemacht. Vermutlich gründet der Mythos von Freiheit vor allem auf Geschichten, die Generationen von Ostdeutschen in der Vergangenheit erlebt hatten. Urlauber machtensich in und auf allem was Räder hat auf den Weg, den Sommerurlaub am Ostseestrand vor Augen. Ein Hauch Abenteuer schwang also immer mit.


Eines der Bücher über die B 96 hatte auch Denis Kuschel inspiriert. Er wollte sich ein eigenes Bild machen. Also machte er sich im Sommer 2020 auf den Weg für den ersten Teil der Strecke zwischen Zittau und Berlin. Ausgestattet mit Fotoapparat und Skizzenblock portraitierte er die Orte entlang der Route. Dabei wollte er die Ansichten von Städten zeigen, die in Geschichte und Gegenwart sehr unterschiedliche Entwicklungen genommen haben. Entstanden ist eine Reihe von über 30 Bildern in verschiedenen Techniken. Die Ausstellung präsentiert diese Werke. Sie zeigt Aquarelle, Acryl- und Ölbilder sowie Karikaturen.

Die Ausstellung kann ab 22.09.2021 unter Berücksichtigung der 3G-Maßnahmen und zu den Öffnungszeiten (Mo.-Do. 8 – 18 Uhr und Fr., 8 – 16 Uhr) des Verwaltungsgebäudes besichtigt werden. Melden Sie sich hierzu gern telefonisch unter 03546 201608 oder per E-Mail bei kultur@dahme-spreewald an.


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