Pressemitteilung

2021 / 0001
05.01.2021

COVID-19: 7-Tage-Inzidenz liegt in Dahme-Spreewald bei 239,5

Aktuell 435 tatsächlich Infizierte im Kreis / Umsetzung der COVID-19-Impfstrategie

Im Landkreis Dahme-Spreewald hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle der Atemwegserkrankung COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 38 erhöht. Die heutige 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt im Kreis bei 239,5. Derzeit sind insgesamt 435 Personen tatsächlich infiziert. Labordiagnostisch bestätigt wurden seit Ausbruch der Pandemie bisher insgesamt 3.217 Corona-Infektionen (kumuliert). Bislang sind 67 Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus stehen, zu beklagen. 2.715 Corona-Patienten gelten als wieder genesen.

Derzeit sind im Landkreis 78 Personen mit einer COVID-19-Infektion in stationärer Behandlung. Davon befinden sich zwölf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung, der Rest auf einer Normalstation. Sieben Betroffene sind gegenwärtig beatmungspflichtig. Die Krankenhäuser in Dahme-Spreewald halten gemäß den tagesaktuellen Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 56 Intensivbetten vor, von denen derzeit 44 belegt sind.

Aktuelles Fallgeschehen im Kreis
Folgendes Gesamtbild der Infizierten (davon Genesene / Verstorbene) in den Dahme-Spreewald-Kommunen ergibt sich somit seit Februar 2020: Stadt Königs Wusterhausen 472 (415/15), Gemeinde Schönefeld 441 (401/3), Stadt Lübben 371 (298/6), Stadt Luckau 285 (238/7), Gemeinde Zeuthen 210 (176/1), Stadt Wildau 194 (151/11), Amt Unterspreewald 192 (153/3), Stadt Mittenwalde 150 (124/2), Gemeinde Schulzendorf 148 (113/3), Amt Lieberose/Oberspreewald 144 (125/4), Amt Schenkenländchen 139 (120/3), Gemeinde Heideblick 104 (86/4), Gemeinde Eichwalde 96 (82/0), Gemeinde Heidesee 94 (78/3), Gemeinde Bestensee 90 (76/0) und Gemeinde Märkische Heide 87 (79/2).

Das Gesundheitsamt gibt einen nicht abschließenden Überblick zu den tagesaktuell laufenden Ermittlungen nach SARS-CoV-2-Infektionsfällen (kumuliert) in Gemeinschaftseinrichtungen in Dahme-Spreewald:

Kita Schule Pflege- oder Wohneinrichtung
Kita „Am Kirchplatz“ Königs Wusterhausen (9) - Ev. Seniorenzentrum „Am Spreeufer“ Lübben (54)
Kita „Spreewald“ Lübben (4) Ev. Seniorenzentrum „An der Berste“ Luckau (65)
Kita „Knirpsenstadt“ Königs Wusterhausen (3)
AWO Seniorenheim Wildau (42)
VS Bürgerhilfe Seniorenheim „Wilhelm Busch“ Schulzendorf (15)
K&S Seniorenresidenz Lübben (74)
Wohngemeinschaft „Tagespflege mit Herz“ Schwerin (Amt Schenkenländchen / 7)
ASB Tagespflege Zeuthen (4)

Umsetzung der COVID-19-Impfstrategie in Brandenburg
Sie ebnet den Weg aus der Pandemie: die Corona-Schutzimpfung. Früher als erwartet steht in Deutschland ein erster Impfstoff gegen COVID-19 bereit. Allerdings stehen zu Beginn nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung. Brandenburgs Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV), die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und der DRK Landesverband Brandenburg e.V. machen gemeinsam darauf aufmerksam, dass daher nicht alle Menschen direkt Termine vereinbaren und geimpft werden können. In der Impfverordnung hat das Bundesgesundheitsministerium grundsätzlich festgelegt, wer zuerst geimpft wird. Die telefonische Terminvereinbarung für COVID-19 Impfungen im Land Brandenburg über die Rufnummer 116117 ist gestern mit Überlastungsproblemen gestartet.

Für Antworten auf häufig gestellte Fragen von Bürgerinnen und Bürgern rund um die Umsetzung der Nationalen Impfstrategie COVID-19 in Brandenburg, die Terminvergabe, Priorisierung von Personengruppen für Impftermine und weitere Themen hat die Landesregierung gemeinsam mit der KVBB und dem DRK eine neue Internetseite eingerichtet: https://brandenburg-impft.de.

Das Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg hat die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg damit beauftragt, die Impfungen in Impfzentren zu organisieren. Für die zeitnahe Eröffnung eines von insgesamt elf Impfzentren Brandenburgs im Landkreis Dahme-Spreewald laufen die Vorbereitungen weiterhin auf Hochtouren. Dieses Impfzentrum soll in Absprache mit der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg am Flughafen Schönefeld (Terminal 5/Terminalbereich M–Abflug) zeitnah den Betrieb aufnehmen. „Über unser eigens bereitgestelltes Fachpersonal stehen wir dazu im täglichen Austausch mit dem federführenden Gesundheitsministerium, der KVBB, der Bundeswehr, der Gemeinde Schönefeld und weiteren Akteuren. Die schnellstmögliche Eröffnung sowie der weitere Ausbau und Betrieb dieses Impfzentrums liegt allerdings nicht in den Händen unserer Kreisverwaltung, sondern ordnet sich bundes- und landesweiten Vorgaben und Entscheidungen unter“, erklärt Dahme-Spreewald Landrat Stephan Loge.

Bildungsministerium legt Stufenplan für Schulen vor
Seit diesem Montag findet an Brandenburger Schulen Unterricht in Distanz statt. Ausnahmen: die Abschlussklassen der Jahrgänge 10 an allen Schulen, 12 an Gymnasien und 13 an Gesamtschulen, Oberstufenzentren (OSZ) sowie Schulen des Zweiten Bildungswegs. Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt „geistige Entwicklung“ bleiben geöffnet, hier entscheiden die Eltern über den Schulbesuch. An den Schulen ist für die Zeit, in der sonst Unterricht erteilt wird, für die Jahrgänge 1 bis 4 eine Notbetreuung organisiert für Kinder, deren beide Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Für Kinder, deren Eltern in medizinisch und pflegerischen Berufen tätig sind, gibt es eine Notbetreuung bis Jahrgangsstufe 6. Bildungsministerin Britta Ernst hat erklärt, dass angesichts der weiter hohen Infektionszahlen der Distanzunterricht in Brandenburg verlängert werden müsse.

Um den Schulen eine längerfristige Planungssicherheit zu geben, hat Brandenburgs Bildungsministerium (MBJS) gestern einen Stufenplan für den Unterricht an den Schulen für die nächste Zeit vorgelegt, der nach dem Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und dem Bund am heutigen Tag gegebenenfalls weiter konkretisiert wird. Der Stufenplan gibt den entsprechenden Rahmen vor. Da die Rückkehr zum Präsenzunterricht an das Infektionsgeschehen gekoppelt und dies nicht über Wochen vorhersehbar ist, kann der Übergang von einer Stufe in die nächste nicht zeitlich definiert werden, informiert das MBJS. Die Schulen können sich auf die konkrete Stufe aber besser vorbereiten. Detaillierte Infos zum vorgesehenen Stufenplan sind der Internetseite des Bildungsministeriums zu entnehmen.

Welche konkreten Regelungen und Zeitschienen für den Bereich Schulen sowie für den Bereich der Kitas ab dem kommenden Montag gelten werden, ist in Kürze abschließend von der Potsdamer Landesregierung zu entscheiden. Die bisherige SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung tritt am 10. Januar 2021 außer Kraft. Eine geänderte Neufassung wird im Laufe der Woche erwartet.


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