Pressemitteilung

2020 / 0068
25.03.2020

Dahme-Spreewalds Corona-Krisenstab weiter im Einsatz

Insgesamt 35 Infektionsfälle – drei stationär / ILB-Soforthilfeprogramm läuft an

Das Gesundheitsamt hat dem Corona-Krisenstab des Landkreises auch am heutigen Mittwoch einen aktuellen Überblick zur Gesundheitslage bezüglich der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 in Dahme-Spreewald verschafft. Laborbestätigt wurden bisher insgesamt 35 positive Fälle der neuartigen Corona-Infektion im Kreisgebiet: in Königs Wusterhausen (12), Lübben (6), Zeuthen (4), Mittenwalde (3), Wildau (3), Schönefeld (2), Eichwalde (1), Amt Schenkenländchen (1), Amt Unterspreewald (1) Gemeinde Heidesee (1) und Gemeinde Heideblick (1). Drei Personen davon sind in stationärer Behandlung, die übrigen 32 befinden sich in häuslicher Isolation. Aktuell laufen 184 verhängte Quarantänen, 18 konnten wieder aufgehoben werden. Tagesaktuell sind 342 Verdachtsfälle abzuarbeiten.

Corona-Soforthilfeprogramm der ILB startet
Der heutige Start des Corona-Soforthilfeprogramms des Landes wurde im Krisenstab durch den Wirtschaftsdezernenten Stefan Klein ausdrücklich begrüßt. Auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) verwies auf die lobenswert  rasche Implementierung des Programms „Soforthilfe Corona Brandenburg“ durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Die Landesregierung stellt kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern unbürokratisch zwischen 5.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung bereit. „Unternehmerinnen und Unternehmer mit krisenbedingten Engpässe bei der Liquidität sind ab sofort aufgerufen, die nicht rückzahlbaren Zuschüsse bei der ILB zu beantragen – wir bieten gerne unsere Unterstützung bei der Antragstellung an“, sagt WFG-Geschäftsführer Gerhard Janßen. Insgesamt stehen für das Finanzpaket derzeit 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit Beschluss des Nachtragshaushaltes am 1. April fließen dem Hilfsprogramm laut Finanzministerium weitere Mittel aus dem voraussichtlich eine Milliarde Euro umfassenden Rettungsschirm des Landes zu.

Abfallverbände sichern Müllabfuhr zu
Thema im heutigen Krisenstab des Kreises waren, neben der unterstützenden Beschaffung von Desinfektionsmitteln, Masken und Schutzausrüstung für die Bedarfe in Dahme-Spreewald, unter anderem die Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf die regionale Abfallwirtschaft. Der Kommunale Abfallentsorgungsverband "Niederlausitz" erklärte heute aufgrund der aktuellen Situation ab sofort seine Abfallannahmestellen Lübben-Ratsvorwerk und Luckau-Wittmannsdorf bis auf Weiteres samstags zu schließen. Die Restabfall-, Papier- und Wertstoffentsorgung im Verbandsgebiet des KAEV werde jedoch weiterhin verlässlich zu den im Abfallkalender festgelegten Terminen durch die beauftragten Entsorgungsunternehmen ausgeführt. Der Südbrandenburgische Abfallzweckverband (SBAZV) informierte heute darüber, dass alle wesentlichen Bereiche der Müllabfuhr wie gewohnt weiterlaufen, es aber zu Verschiebungen von gewohnten Entleerungs- bzw. Abholzeiten kommen könne. Die Recyclinghöfe des Verbandes sind für die Abfallanlieferung durch Privatpersonen aktuell geschlossen, neue Termine für die Abholung von Sperrmüll werden vorläufig nicht vergeben. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten für Nachfragen stellen die Verbände auf ihren Internetseiten www.sbazv.de und www.kaev.de bereit.

Kreisausschuss auf 22. April verschoben
In Abstimmung mit dem Kreistagsvorsitzenden Georg Hanke ist ebenfalls heute die für Anfang April geplante Sitzung des Kreisausschusses Dahme-Spreewald auf den 22. April verschoben worden. Im Rahmen dieser Sitzung möchte sich die Kreisverwaltung mit den Fraktionen auch dazu verständigen, welche geplanten Sitzungen der einzelnen Gremien des Kreistages vor dem Hintergrund der dynamischen Corona-Lage noch wie geplant stattfinden können. Alle bis Ende März geplanten Sitzungstermine der vorberatenden Fachausschüsse waren bereits abgesagt worden.

Informationen für Bürger und Unternehmer
Aktuelle Informationen für Bürger zur neuartigen Coronavirus-Thematik gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus . Hier sind unter anderem ein Frage-Antwort-Katalog sowie Infos zur Notbetreuung in Kitas und Schulen und der neuen landesweiten Eindämmungsverordnung abrufbar. Ende Februar wurde vom Landkreis Dahme-Spreewald zudem ein Bürgertelefon eingerichtet, das Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und Samstag/Sonntag von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Relevante Informationen zu Unterstützungsangeboten für Betriebe im Landkreis hat Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) auf ihrer Homepage www.wfg-lds.de zusammengestellt. Für grundlegende Fragen steht den Unternehmern das Team der WFG telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 5238-0 zur Verfügung. Für Gefahrenmeldungen zur Corona-Lage ist auch die kostenfreie KATWARN-App zu nutzen, weitere Infos zum Download sind auf der Internetseite www.katwarn.de abrufbar.


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