Pressemitteilung

2020 / 0058
15.03.2020

Coronavirus: Zwei weitere Fälle im Landkreis Dahme-Spreewald bestätigt

Erste Quarantäne Fälle erfolgreich beendet

Im Landkreis Dahme-Spreewald sind die ersten fünf betroffenen Quarantäne Fälle erfolgreich beendet worden. Leider wurden zwei neue Coronavirus-Fälle aus Zeuthen und Königs Wusterhausen bestätigt. „Die Testergebnisse sind positiv ausgefallen", das teilte der zuständige Gesundheitsdezernent Carsten Saß am Sonntag mit.

Amtsärztin Dr. Astrid Schumann informierte darüber, dass es sich um einen 44-jährigen Mann aus Zeuthen handelt. Er befindet sich in häuslicher Quarantäne, wird hausärztlich betreut und ist im stabilen Zustand. Die engen Kontaktpersonen wurden ermittelt und befinden sich ebenfalls in häuslicher Isolation.
Bei dem zweiten Patienten handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Königs Wusterhausen, der von einer Reise aus Österreich zurückkam. Er befindet sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne in Berlin, ist im stabilen Zustand und hat nach der Reiserückkehr den Landkreis Dahme-Spreewald nicht betreten. Enge Kontaktpersonen auf der Reise wurden ermittelt und befinden sich ebenfalls in häuslicher Isolation.

Dahme-Spreewalds Gesundheitsdezernent und stellvertretender Landrat Carsten Saß: „Die Kreisverwaltung bereitet in Abstimmung mit den Kommunen derzeit die Schließung der Kindertagesstätten und Schulen ab Mittwoch 18. März 2020 vor. Ziel ist es, für das sogenannte strukturrelevante Personal Notfallbetreuungsplätze vorzuhalten. Ermöglicht werden soll die Betreuung der Kinder deren Eltern in sogenannten kritischen Bereichen tätig sind. In den Kommunen sollen festgelegte Einrichtungen definiert werden. Alle weiteren Details werden morgen im Krisenstab des Landkreises abschließend festgelegt."

Einschränkungen von Veranstaltungen
Auf der Grundlage der geltenden Allgemeinverfügung des Landkreises müssen Großveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mindestens 1.000 Personen ausfallen. Darüber hinaus wird dringend empfohlen, bis auf weiteres alle Kulturveranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Für die ebenfalls angeordnete Anzeige sämtlicher Veranstaltungen mit mindestens 100 Teilnehmenden an das Landratsamt, bittet das Kreisordnungsamt um die Nutzung des einheitlichen Meldeformulars. Dieses Dokument ist über den Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus abrufbar.
Der Landkreis vertraut darüber hinaus auch auf das verantwortungsvolle und eigenständige Agieren von Veranstaltern im Sinne der Eindämmung der Corona-Pandemie.

Aktuelle Informationen für Bürger zur neuartigen Coronavirus-Thematik gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus. Hier ist unter anderem ein Frage-Antwort-Katalog abrufbar. Ende Februar wurde vom Landkreis Dahme-Spreewald zudem ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Für allgemeine Informationen zum Thema Coronavirus können auch folgende Angebote genutzt werden: Telefon-Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit: 030 346465-100 oder Telefon-Hotline der Unabhängigen Patientenberatung 0800/330-4615-32. Beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ist ein Bürgertelefon zum Coronavirus unter Tel. 0331 8683-777 eingerichtet.

Hintergrund:
Nach wie vor gilt: Husten, Schnupfen oder Fieber können viele Ursachen haben. Der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ist dann begründet, wenn die betreffende Person an Erkrankungen der Atemwege bzw. unspezifischen Symptomen leidet und zuvor in einem Risikogebiet war oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Ist das der Fall, sollte man sich telefonisch beim Hausarzt oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 melden.

Die Bevölkerung sollte besonnen und achtsam reagieren. Wie schon mehrfach betont, ist die Einhaltung der Hygieneregeln besonders wichtig. Hier steht neben der Nies-Etikette die persönliche Händehygiene an erster Stelle. Außerdem sollte man auf Begrüßungsrituale mit Körperkontakt verzichten und Abstand zu Personen halten. Reisen in Risikogebiete sollten unterbleiben. Wer erkältet ist, sollte zum Husten oder Niesen ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge benutzen und sich ggf. krankmelden.


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