Aktuelles - Landkreis Dahme-Spreewald

2019 / 0230
24.09.2019

Endspurt für Bürgerbeteiligung zum Kreisentwicklungskonzept

Der Landkreis Dahme-Spreewald stellt derzeit die Weichen für eine gemeinsam gestaltete Zukunft. Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen gilt es seit diesem Frühjahr, das neue Kreisentwicklungskonzept LDS 2030+ zu erarbeiten. Im Mittelpunkt dieses Strategiepapiers zur Kreisentwicklung Dahme-Spreewalds stehen Leitlinien, die die weitsichtigen Ziele und entsprechende Handlungsansätze für eine auch künftig erfolgreiche Gestaltung der Region verbindlich formulieren.  

Ein wichtiger Baustein, um die Region fit für die Zukunft zu machen, ist die Meinung der Bürgerinnen und Bürger in das Kreisentwicklungskonzept LDS 2030+ einfließen zu lassen. Einwohner können seit April am derzeitigen Entstehungsprozess teilhaben, indem sie ihre Ideen und Anregungen sowie Einschätzungen zur Kreisentwicklung über einen kurzen Online-Bürgerfragebogen auf der LDS-Internetseite mitteilen (https://lamapoll.de/Buerger_KreisentwicklungskonzeptLDS). Diese digitale Fragebogen-Aktion läuft nur noch bis zum kommenden Montag, 30. September. „Daher sind zum Endspurt noch einmal alle Bewohner des Kreises aufgerufen, bei der Befragung mitzumachen. Je mehr Menschen an der Entwicklung von LDS 2030+ beteiligt sind, desto stärker, vielseitiger und repräsentativer wird eine gemeinsame Vision für einen lebenswerten Landkreis Dahme-Spreewald“, appelliert Wirtschaftsdezernent Heiko Jahn. Rückfragen können an das von ihm geführte Dezernat für Kreisentwicklung, Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit unter Telefon: 03546 20-1003 oder E-Mail an lds2030@dahme-spreewald.de gerichtet werden.  

Im Kreisentwicklungskonzept LDS 2030+ als ein dynamischer Handlungsrahmen, der kontinuierlich weiterentwickelt und aktualisiert wird, sind vielfältige Herausforderungen gebündelt. Zentrale Fragen nach einem gemeinsamen Zusammenleben im Jahr 2030 und darüber hinaus sind zu beantworten: Wie kann und soll sich Dahme-Spreewald weiterentwickeln? Was ist für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises dabei am wichtigsten? Welchen Stellenwert haben Arbeit und Familie, Freizeit und Natur, Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Mobilität? Die Kreisverwaltung hat nach einem Kreistagsbeschluss das Unternehmen B.B.S.M. Brandenburgische Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH mit der Ausfertigung des Leitbild-Konzepts beauftragt.  

Zum aktuellen Stand der Erstellung des Kreisentwicklungskonzeptes wird am heutigen Dienstag im Ausschuss für Kreisentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Bauleitplanung informiert. Um den Erfolg der Erarbeitung von LDS 2030+ als informelles Planungsinstrument zu gewährleisten, ist in den vergangenen Monaten konsequent das erklärte Ziel der Einbeziehung von öffentlichen Institutionen, Unternehmen, Sozial- und Kulturverbänden sowie Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen der Region verfolgt worden. Dies ist beispielsweise Mitte April und Anfang September bei Workshops erfolgt, in denen die Kreisverwaltung und Kreistagsabgeordnete zusammen mit kommunalen Akteuren aus Wirtschaft und Verbänden sowie externen Experten und interessierten Bürgern Ziele und Projektideen diskutierten und weiterentwickelten. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung mittels Fragebogen sind auch die Schulen in kreislicher Trägerschaft direkt aufgefordert worden, sich in die Konzepterstellung einzubringen.  

Im weiteren Prozess werden nun die erhobenen Daten ausgewertet und durch die Kreisverwaltung gemeinsam mit den Planungsbüros B.B.S.M. und RegioKontext der Entwurf und die Umsetzungsstrategie für ein konkretisiertes Leitbild „nachhaltig – mobil – heimatverbunden“ gestaltet. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse ist für Ende 2019 geplant. Aktuelle Termine und weitere Informationen sind unter www.dahme-spreewald.info/de/lds2030 abrufbar.  

Das Kreisentwicklungskonzept soll im ersten Quartal 2020 fertiggestellt und durch den Kreistag Dahme-Spreewald beschlossen werden. Im Kern gilt es im Papier zunächst, Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Risiken der derzeitigen Entwicklung zu identifizieren. Darauf aufbauend soll ein Leitbild für die Zukunft entwickelt werden, aus dem konkrete Maßnahmen abgeleitet und Strategien für ihre Umsetzung formuliert werden. LDS 2030+ beleuchtet ein breites Spektrum an Themen, wie wirtschaftliche und demografische Entwicklung, Wohnen und Umwelt. Die vielfältigen Herausforderungen konzentrieren sich darauf, wie Standortvorteile und somit Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise erhalten werden und soziale, kulturelle und touristische Angebote bedarfsgerecht weiterentwickelt werden können. In diesem Zusammenhang gilt es auch, europäische sowie bundes- und landespolitische Zielsetzungen zu berücksichtigen.


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