Untere Jagdbehörde

In der unteren Jagdbehörde liegen die Schwerpunkte der Arbeit in der Erteilung von Jagdscheinen, der Bestätigung und Kontrolle der Abschusspläne und der Aufsicht über die Jagdgenossenschaften und Hegegemeinschaften. Auch die Überwachung des Wildhandels, die Erteilung jagdrechtlicher Ausnahmegenehmigungen und die Abrundung von Jagdbezirken gehören zu den Aufgaben der unteren Jagdbehörde, die Sie in allen Fragen zum Jagdgesetz gern berät.

Die Durchführung der Jägerprüfungen wurde vor geraumer Zeit an den Landesjagdverband Brandenburg übertragen (www.ljv-brandenburg.de). Die Internetpräsenz der oberste Jagdbehörde finden Sie unter www.mlul.brandenburg.de.

Die Gebühren in der unteren Jagdbehörde ergeben sich aus der Verordnung zur Erhebung von Verwaltungsgebühren in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd (GebOLandw).
Verwaltungsgebühren (Anlage 2 lfd. Nr. 6)

Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es ca. 1.000 Jäger mit gültigen Jagdscheinen. Auf den rund 206.000 ha Jagdflächen im Landkreis Dahme-Spreewald existieren 264 Jagdbezirke. Diese untergliedern sich in 150 gemeinschaftliche Jagdbezirke, 78 Eigenjagdbezirke und 36 Verwaltungsjagdbezirke.

Der Eigentümer von bejagbaren Flächen hat das Recht und die Pflicht, die Jagd auf seinen Flächen selbst (mit gültigem Jagdschein) oder durch Dritte auszuüben, wenn seine zusammenhängenden bejagbaren Flächen mindestens 150 ha (auf Antrag mindestens 75 ha) betragen. Dies sind sogenannte Eigenjagdbezirke bzw. im Landes- oder Bundeseigentum sogenannte Verwaltungsjagdbezirke.

Bei geringerer Flächengröße gehören die Jagdflächen per Gesetz dem örtlichen gemeinschaftlichen Jagdbezirk an. Zu jedem der 150 gemeinschaftlichen Jagdbezirke besteht auch eine Jagdgenossenschaft. Die Eigentümer von Jagdflächen außerhalb von Eigenjagdbezirken sind somit kraft Gesetzes Mitglieder der entsprechenden Jagdgenossenschaft, also Jagdgenossen. Die Jagdgenossenschaft ist ein Vertretungsorgan der Grundeigentümer und unterliegt der jagdrechtlichen Rechtsaufsicht der unteren Jagdbehörde. Die Jagdgenossen wählen einen Jagdgenossenschaftsvorstand, der sie gerichtlich und außergerichtlich vertritt. In den regelmäßigen Versammlungen der Jagdgenossenschaft beraten sich die Jagdgenossen und Jäger und fassen auf der Grundlage einer eigenen Satzung Beschlüsse, z. B. über die Vergabe der Jagdpacht und die Auszahlung des Reinerlöses aus dem Jagdpachtzins.

Im Landkreis Dahme-Spreewald bestehen 9 Hegegemeinschaften, in denen die Jäger freiwillig die großräumige Bejagung und Hege der vorkommenden Schalenwildarten wie Rotwild, Dam- und Muffelwild abstimmen. Die Hegegemeinschaften agieren hierbei teilweise landkreisübergreifend.

Zur fachlichen Beratung aller Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung sowie wichtiger Einzelfragen stehen der Jagdbehörde ein Jagdberater sowie ein benannter Jagdbeirat zur Verfügung. Zudem bestellt die untere Jagdbehörde die Wildschadensschätzer.


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