Aktuelles - Landkreis Dahme-Spreewald

2013 / 0036
14.02.2013

Erster Landkreis in Brandenburg nimmt Katastrophenwarnsystem KATWARN in Betrieb

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat heute als erster Landkreis in Brandenburg das Katastrophenwarnsystem KATWARN freigeschaltet. Ab sofort können sich alle Bürgerinnen und Bürger freiwillig und kostenlos am System anmelden und erhalten in Gefahrensituationen detaillierte Warnungen per SMS oder E-Mail oder über eine Smartphone-App.
Ob Entschärfung eines Blindgängers, Großbrand oder Industrieunfall – Warnungen an die Bevölkerung nützen nur dann, wenn sie die Bürgerinnen und Bürger auch wirklich erreichen. KATWARN ist ein ergänzendes Warnsystem, das ganz individuell im Haushalt, Büro oder unterwegs über Gefahren informiert. Mit dem Katastrophenwarnsystem KATWARN versorgt der Landkreis Dahme-Spreewald als Vorreiter in Brandenburg seine Einwohner jetzt mit ortsgenauen Warnungen und Verhaltenshinweisen per SMS, E-Mail oder iPhone-App. Die Anmeldung per SMS ist kostenlos und freiwillig. Zusätzlich bietet KATWARN als Smartphone-App für das iPhone weitere Funktionen wie zum Beispiel Warnungen zu „extremen Unwettern“ des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Über das KATWARN-System können sich Feuerwehr- und Rettungsleitstellen schnell und gezielt mit Kurzinformationen zu bevorstehenden Gefahrensituationen an die Bürgerinnen und Bürger wenden. Zum Beispiel: Großbrand – Warnung der Feuerwehr, gültig ab sofort, für PLZ 15xxx, öffentliche Plätze verlassen, Fenster geschlossen halten. „Die Politik muss alle Möglichkeiten nutzen, Schäden von der Bevölkerung abzuwenden“, so Wolfgang Schmidt, Vizelandrat und Sicherheitsdezernent im Landkreis Dahme-Spreewald. „SMS, E-Mail und Smartphone-App sind heute weitverbreitete Kommunikationskanäle und werden von Alt und Jung gleichermaßen genutzt.“
Während Lautsprecherwagen der Polizei und Feuerwehr nur Personen erreichen, die sich gerade in der Nähe aufhalten, kann KATWARN die Bevölkerung flächendeckend informieren und erreicht zum Beispiel auch gehörlose Menschen. Zudem verhindern die Warnungen, die sich nur an die betroffenen Personen wenden, dass sich Schaulustige einfinden, die die Arbeit des Bevölkerungsschutzes behindern.
Das System KATWARN wurde von den Forschern des Fraunhofer FOKUS entwickelt und ist zum Beispiel bereits in Berlin und Hamburg, erfolgreich im Einsatz. „KATWARN zeigt, wie Fraunhofer FOKUS Forschung gezielt in die Praxis überführt und damit Menschen einen spürbaren Nutzen bringt“, so Ortwin Neuschwander von Fraunhofer. „Mit unseren Technologien wollen wir die Städte und Landkreise der Zukunft mitgestalten.“

Die Kosten für Einführung und Betrieb sowie für das Versenden der Kurznachrichten trägt der Landkreis. Die technische Plattform stellt die Feuersozietät Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem Verband der öffentlichen Versicherer und der CombiRisk GmbH dem Landkreis kostenlos zur Verfügung. „Mit der Einführung von KATWARN wollen wir den Menschen im Landkreis ein Stück mehr Sicherheit bieten“, so Markus Swientek, Leiter des Sachversicherungsgeschäfts von der Feuersozietät Berlin-Brandenburg. „Als eng mit der Region verbundenes Unternehmen sehen wir dieses Engagement als Teil unserer Gemeinwohlverpflichtung.“

Wie KATWARN funktioniert.

nach oben