Pressemitteilung

2020 / 0109
07.05.2020

Lockerung der Eindämmungsverordnung wird erwartet

Covid-19: Ein neuer Todesfall in Dahme-Spreewald bestätigt

Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bestätigte am heutigen Donnerstag den nunmehr achten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Landkreis Dahme-Spreewald. Es handelt sich um eine 83-jährige Frau, die im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen verstarb. Die Covid-19-Patientin litt an Vorerkrankungen und war dorthin aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes aus dem Königs Wusterhausener AWO-Seniorenheim verlegt worden. Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge spricht den Angehörigen der Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aus. In dem AWO-Seniorenheim erkrankten vor 10 Tagen 23 Personen an Covid-19, davon 15 Bewohner und 6 Mitarbeiter. Ein Patient verstarb leider in der letzten Woche. In dieser Woche sind bisher keine Neuinfektionen im Seniorenheim festgestellt worden.

Zur aktuellen Lage im Landkreis
Zur derzeitigen Ausbreitung der Atemwegserkrankung Covid-19 im Landkreis informiert das Gesundheitsamt wie folgt: In Dahme-Spreewald sind mittlerweile 133 nachgewiesene Covid-19-Erkrankte genesen. Vom Labor bestätigt wurden 238 positive Fälle der Corona-Infektion im Kreisgebiet. Königs Wusterhausen (Erkrankte 76/Genesene 34), Zeuthen (20/17), Lübben (18/18), Schönefeld (44/12), Wildau (12/7), Amt Schenkenländchen (12/9), Mittenwalde (12/9), Gemeinde Heidesee (9/4), Gemeinde Bestensee (6/4), Amt Unterspreewald (5/5), Gemeinde Schulzendorf (5/4), Stadt Luckau (5/0), Gemeinde Märkische Heide (5/3), Amt Lieberose/Oberspreewald (5/4), Eichwalde (3/2) und Gemeinde Heideblick (1/1). Leider sind derzeit insgesamt acht Todesfälle zu beklagen. Vier Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Insgesamt 97 Personen sind derzeit tatsächlich erkrankt. Es sind 181 Personen in Quarantäne und 345 als Verdachtsfall eingestufte Personen warten auf ein Testergebnis.

Verwaltungsstab tagte heute
Der Verwaltungsstab Dahme-Spreewald sieht gespannt der weiteren Lockerung der Eindämmungsverordnung entgegen. Am 8. Mai tritt das Brandenburger Kabinett zusammen und wird über die weiteren Schritte beraten. „In der Telefonschaltkonferenz zwischen Bund und Ländern wurde gestern festgelegt, dass weitere vorsichtige Öffnungen stattfinden werden. Vorausgesetzt ist natürlich die Entwicklung des Infektionsgeschehens. Wichtig ist hier die Regionalisierung der Maßnahmen. Die Länder erhalten in diesem Zuge mehr Entscheidungsbefugnisse, um schrittweise in die Normalität des Lebens vor Ort zurückzukehren“, informierte Vize-Landrätin und Stabsleiterin Susanne Rieckhof. Nach heutigem Stand sollen ab Samstag, dem 9. Mai beispielsweise die Spielplätze wieder geöffnet werden. Des Weiteren ist geplant, dass die Beschränkung der Verkaufsflächen auf 800 m² aufgehoben werden soll. Dies allerdings nur unter Beachtung der geltenden Kontakt- und Hygieneregeln. „Näheres können wir allerdings noch nicht sagen. Wir warten die morgige Kabinettssitzung der Landesregierung ab“, so Susanne Rieckhof.

Zur Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für medizinische Bedarfe hat sich der Krisen-Stab erneut einen Überblick verschafft. Der Bestand von Mundschutz, Masken und Desinfektionsmitteln ist zum jetzigen Zeitpunkt gedeckt. „Die Beschaffung von Schutzkitteln stellt derzeit aufgrund der hohen Nachfrage das größte Problem dar, wobei noch keine Unterversorgung besteht“, sagt Ordnungsamtsleiterin Silvia Enders.

Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS)
Die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) wird ab Montag, dem 11. Mai den Fahrscheinverkauf in den Bussen wieder aufnehmen. Ab diesem Datum gilt der Zustieg nur noch über die vordere Tür. Für Fahrgäste besteht strikte Maskentragepflicht.

Informationen für Bürger und Unternehmer
Informationen für Bürger zur aktuellen Corona-Lage gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus oder auf der offiziellen Facebook-Seite des Landratsamtes www.facebook.com/LandkreisDahmeSpreewald . Der Landkreis Dahme-Spreewald hat weiterhin ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Relevante Informationen zu Unterstützungsangeboten für Betriebe im Landkreis hat Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) auf ihrer Homepage www.wfg-lds.de zusammengestellt. Für grundlegende Fragen steht den Unternehmern das Team der WFG telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 5238-0 zur Verfügung. Für Gefahrenmeldungen zur Corona-Lage ist auch die kostenfreie KATWARN-App zu nutzen, weitere Infos zum Download sind auf der Internetseite www.katwarn.de abrufbar.


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