Pressemitteilung

2018 / 0305
18.09.2018

Grundwasserbelastung mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) in Zeuthen

Das Umweltamt des Landkreises informierte im April darüber, dass das Konzept zur Detailuntersuchung der LCKW-Grundwasserbelastung vorliegt. Nach Abstimmung mit der unteren Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde (uAWB/uB) begann die Ausschreibung zur Durchführung von Erkundungsleistungen. Pflichtig für die Durchführung der Detailuntersuchung ist der Grundstückseigentümer des ehemaligen „VEB NARVA Leuchtenbau“ als Ursprungsort der Grundwasserbelastung.
Nachdem bereits einige Voruntersuchungen in Form von Bodenluft- und Grundwasserbeprobungen am vorgenannten Standort durchgeführt wurden, geht es jetzt in die eigentliche Phase der Detailuntersuchung. Nach Ausschreibung der Erkundungsleistungen wurde ein technisches Büro für die Durchführung gebunden. Aufgabe der Detailuntersuchung ist es, sowohl den Eintragsort als auch die Grundwasserbelastung in ihrer Ausbreitung und ihren Konzentrationen in hinreichendem Maße zu untersuchen. Ziel ist es, eine abschließende Gefährdungsabschätzung vorzunehmen und ggf. Maßnahmen zur Sanierung aus den gewonnenen Erkenntnissen abzuleiten.  Für die Durchführung der Detailuntersuchung waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig, so mussten für die Untersuchungen Kontrollpunkte festgelegt, die betroffenen Grundstückseigentümer informiert und die entsprechende Medienfreiheit geprüft werden.
Neben weiteren Bodenluftuntersuchungen sind Untersuchungen mittels des sogenannten „Direct-Push“-Verfahrens vorgesehen. Hierbei wird aus einem Fahrzeug ein Metallgestänge hydraulisch in den Untergrund gedrückt, in dessen Spitzenbereich sich eine Messeinrichtung zur Erfassung von LCKW-Belastungen befindet. Darüber hinaus ist es möglich, mit dem „Direct-Push“-Verfahren direkt Grundwasserproben aus dem Grundwasserleiter zu gewinnen. Über die Erfassung der LCKW-Grundwasserbelastung und der Gewinnung von Grundwasserproben hinaus ermöglichen „Direct-Push“-Sondierungen über den anliegenden Spitzendruck und die auftretende Mantelreibung am Gestänge, gepaart mit einer Leitfähigkeitsmessung, relativ exakte Aussagen über den Schichtenaufbau im Untergrund. Dies ist für die weitere bodenschutzrechtliche Bearbeitung von großer Bedeutung. Wenn Sie also demnächst besondere Fahrzeuge im Bereich der Forstallee/ des Forstweges erkennen, können Sie davon ausgehen, dass hier gerade Teilmaßnahmen im Rahmen der Detailuntersuchung stattfinden. Für eventuelle Verkehrseinschränkungen bitten wir an dieser Stelle um Verständnis. Die Erkundungsarbeiten werden durch einen Fachgutachter und durch die uAWB/uB begleitet.

Das Umweltamt wird die Bevölkerung weiterhin regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.




nach oben