Pressemitteilung

2018 / 0213
29.06.2018

Erkrankungen in Wildauer Kita‘s

In den sichergestellten Proben aus den betroffenen Kita's wurden durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg Bakterien (Bacillus cereus) nachgewiesen. Diese Bakterien sind in der Umwelt weit verbreitet und stellen eine der häufigsten Ursachen für Lebensmittelvergiftungen dar. Sie haben die Fähigkeit Giftstoffe zu bilden und können nach deren Aufnahme bei betroffenen Personen zu Übelkeit und Erbrechen führen. Nach Auffassung der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde sind die nachgewiesenen Bakterien mit hoher Wahrscheinlichkeit als Auslöser des Erkrankungsgeschehens in Wildau anzusehen.
Damit wird der Verdacht auf eine bakterielle Verunreinigung des verzehrten Mittagessens und hier vor allem des Bestandteils „gekochter Reis" während der Herstellung weiter erhärtet.

Wie es im Einzelnen dazu kommen konnte, ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht abschließend aufgeklärt. Wie in diesen Fällen üblich, wird für weitere Ermittlungen das Verfahren, an die Staatsanwaltschaft Cottbus abgegeben.
Das Erkrankungsgeschehen in Wildau stellt einen sehr bedauerlichen Einzelfall dar, macht alle Beteiligten einschließlich Behörden sehr betroffen, aber sensibilisiert auch gleichzeitig, um zukünftig solche Ereignisse zu verhindern.

Hintergrund:
Am 21.06.2018 informierte das Gesundheitsamt des Landkreises über Erkrankungen durch Übelkeit und Erbrechen in Kinderbetreuungseinrichtungen in Wildau. Betroffen waren Kinder und Erzieher. Die Erkrankungen traten ca. zwei Stunden nach Verzehr des Mittagessens nahezu gleichzeitig bei den Betroffenen auf. Es waren insgesamt 127 Kinder und 12 erwachsene Personen in drei Kita´s und zwei Grundschulen erkrankt.


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