Pressemitteilung

2015 / 0206
31.07.2015

Badedermatitis durch Zerkarien

Trotz ausgezeichneter Wasserqualität an unseren Badestellen meldeten Badegäste, dass nach dem Baden in einem See in unserem Landkreis Hautreizungen durch eine Badedermatitis auftraten. Eine weitere Meldung erreichte uns durch einen Bürger, der mit seiner Familie in einem See des Nachbarkreises gebadet hat.
 
Auch wenn die Temperaturen der letzten Woche nicht zum Baden einluden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die hohen Wassertemperaturen vorübergehend auch an anderen Seen, insbesondere dort wo sich viele Wasservögel aufhalten, Zerkarien in das Seewasser ausschwärmen.
 
 
Zerkarien sind mikroskopisch kleine Larven von Würmern, die normalerweise in den inneren Organen von Wasservögeln leben. Die Wurmeier gelangen mit dem Vogelkot in das Wasser, wo sie von Schnecken aufgenommen und später als Larven in das Seewasser ausgeschieden werden.
 
Bei Kontakt mit Badenden kommt es zu einem Hautbefall durch die Larven, der sich primär mückenstichartig oder quaddelartig  in einer Hautreizung äußert. Diese kann bis zu 10 Tagen anhalten und heilt im Allgemeinen folgenlos ab.
 
Das Verschlucken der Larven führt nicht zu einer Erkrankung.
 
Zerkarien halten sich vorwiegend an der Wasseroberfläche auf und sterben nach 2-3 Tagen ab.
 
Das Auftreten von Zerkarien steht in keinem Zusammenhang mit der hygienischen Wasserqualität der Badeseen.
 
Wie kann man sich schützen?
 
Schilfreiche Wasserbereiche und Uferzonen sollten beim Baden gemieden werden.
Füttern Sie keine Wasservögel  an der Badestelle.
Das Auftragen von Sonnencreme erschwert das Eindringen der Zerkarien in die Haut. Deswegen reichlich Sonnencreme nutzen.
Nach dem Bad sollte sofort geduscht und die Badebekleidung gewechselt und ausgewaschen werden. Auch ist die Haut nach dem Baden sorgfältig abzutrocknen.
Bitte beachten Sie die Informationstafeln an den Badestellen.
 
Sollte es dennoch zu einer solchen Hautreizung beim Baden gekommen sein, helfen juckreizlindernde Cremes und Hydrocortisonsalben, die in Apotheken erhältlich sind.
 
Bei ausgeprägten Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.


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