Breitbandausbau im Landkreis Dahme-Spreewald

Der weitere Breitbandausbau im Landkreis Dahme-Spreewald hat Ende März 2019 begonnen. Insgesamt werden vom Landkreis 17,1 Millionen Euro investiert, um 5.700 Haushalte, 170 Unternehmen und 62 Schulen mit Breitband zu versorgen.

Mit Hilfe einer Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von 8,5 Millionen Euro sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg in Höhe von 6,8 Millionen Euro investiert der Landkreis insgesamt 17,1 Millionen Euro, um für rund 5.700 Haushalte Breitbandanschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s und für mehr als 170 Unternehmen Glasfaseranschlüsse für 1 Gbit/s sicherzustellen. Zusätzlich werden alle Grundschulen, Oberschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Förderschulen sowie das Oberstufenzentrum und die Musikschule mit Glasfaser angebunden. Bis Ende 2020 sollen dann mindestens 95 % der Haushalte im Landkreis Dahme-Spreewald mit Breitbandanschlüssen versorgt sein.

Im Dezember 2018 erhielt der Landkreis Dahme-Spreewald die endgültigen Förderbescheide des Bundes und des Landes. Damit konnte am 19.12.2018 der Vertrag zum geförderten Breitbandausbau mit der Deutschen Telekom GmbH unterschrieben werden.

Nach mehr als einem Jahr Bauphase, knapp 60 Kilometern bereits geleisteten Tiefbauarbeiten und 240 Kilometern verlegten Glasfaserkabeln ist ein wichtiger Zwischenschritt erreicht. Die ersten 550 Haushalte in den Orten Golßen, Prierow und Mahlsdorf im Amt Unterspreewald sowie Gehren, Trebbinchen, Grünswalde, Waltersdorf, Neusorgefeld und Schwarzenburg in der Gemeinde Heideblick können seit Mitte Juni 2020 Produkte mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s bei einem Provider ihrer Wahl buchen.

Die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft, mit zahlreichen neuen Anwendungen wie Cloud-Computing, Industrie 4.0-Anwendungen sowie Streaming- und Unterhaltungsmedien, macht eine Stärkung und den Ausbau der Telekommunikationsnetze erforderlich. Eine leistungsfähige informations- und kommunikationstechnische Infrastruktur ist von enormer Bedeutung für die Standortentwicklung einer Region, um die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeits- und Lebenswelt nutzen zu können.

Für den Landkreis Dahme-Spreewald bieten sich durch eine zielgerichtete Ausbaustrategie vielfältige Chancen, die Position als attraktiver Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum zu festigen und auszubauen. Sowohl für die Bürger, die Verbraucher als auch für die lokale Wirtschaft und den Tourismus erschließt Breitband-Internet neue Märkte und Angebote. Besonders für die zahlreichen mittelständischen Unternehmen des Landkreises ist die Verfügbarkeit von hochleistungsfähigen Internetanschlüssen ein entscheidender Standortfaktor im nationalen und globalen Wettbewerb und sorgt für Unternehmensansiedlungen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

In den vergangenen Jahren wurde der Breitbandausbau im Landkreis Dahme-Spreewald im Rahmen des eigenwirtschaftlichen Ausbaus von Netzbetreibern sowie über kleinere Einzelprojekte durch Kommunen mit Hilfe verschiedener Förderquellen realisiert. Des Weiteren wurden im Land Brandenburg im Rahmen des Landesprogramms „Brandenburg Glasfaser 2020“ unter Verwendung von Landes- und EFRE-Mitteln solche Gebiete ausgebaut, welche eine Abdeckung von unter 6 Mbit/s aufwiesen.

Auf diesen früheren Projekten aufbauend sollen nun diejenigen Bereiche ausgebaut werden, welche weiterhin mit weniger als 30 Mbit/s versorgt sind (sog. weiße Next Generation Access-Flecken).

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des Bundesförderprogramms „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ über eine Förderung der Wirtschaftlichkeitslücke. Bei der Wirtschaftlichkeitslücke wird die Differenz zwischen dem Barwert aller Einnahmen und dem Barwert aller Kosten des Netzaufbaus und -betriebs für einen Zeitraum von sieben Jahren gefördert.

Logobanner Breitbandausbau


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