Beauftragte für Gleichstellung und für Belange von Menschen mit Behinderung

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Dahme-Spreewald setzt sich, gemäß §15 Abs.1 der Hauptsatzung LDS aktiv dafür ein, dass bei allen politischen und verwaltungstechnischen Maßnahmen die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig berücksichtigt werden.

Sie hat fernerhin auf die Beseitigung bzw. Verhinderung der Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen und deren gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft sowie die soziale Integration der im Landkreis lebenden Aussiedler und Ausländer hinzuwirken.

Unsere Aufgaben:

In allen drei Bereichen ist die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Dahme-Spreewald sowohl innerhalb der Verwaltung für die MitarbeiterInnen tätig, als auch für die BürgerInnen des Landkreises. Zur erfolgreichen Umsetzung der Aufgaben arbeitet sie mit verschiedenen Institutionen und Verbänden wie z.B. Sozialamt, Ausländerbehörde, Arbeitsamt, ARGE, Behindertenverband etc. zusammen.

Aktuelles

„Selber Schuld“

Vielfältiges Veranstaltungsangebot zur 28. Brandenburgischen Frauenwoche 2018 im Landkreis Dahme-Spreewald

Das Motto der Brandenburgischen Frauenwoche 2018 „Selber Schuld“ will Widerspruch bei Frauen und Mädchen wecken und soll ihnen auch helfen, Diskriminierungen im Alltag entgegenzuwirken. Frauen und Mädchen wird oftmals vorgeworfen, dass sie selbst schuld sind an ihren Benachteiligungen, sei es, weil sie Berufe haben, in denen man einfach weniger verdiene, weil sie Kinder haben und deswegen den Job nicht hinbekommen, weil sie einen zu kurzen Rock tragen und sich deswegen nicht über Gewalttätigkeit wundern müssten, weil, weil, weil……Es gibt viele Gründe, warum jemand „selber Schuld“ ist.

Das diesjährige Motto ruft dazu auf, sich gegen diese individualisierten Schuldzuweisungen zu wenden. Vielmehr sind es strukturelle Diskriminierungen, die beispielsweise Altersarmut begünstigen, Frauen und Mädchen von politischen Mandaten fernhalten oder traditionelle Geschlechterrollen aufrechterhalten.

„Ich freue mich, dass es auch in diesem Jahr ein vielfältiges Programm in der Frauen-Aktionswoche gibt. Es soll dazu beitragen die gesellschaftlichen Probleme als solche zu erkennen und zu verändern“, sagt Elke Voigt, Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Dahme-Spreewald.

In ihrem Grußwort weist sie auf die Errungenschaften hin, für welche Frauen im positiven Sinne wirklich „selbst schuld“ sind, wie etwa die Durchsetzung des Frauenwahlrechts in Deutschland, die sexuelle Selbstbestimmung oder die Einrichtung von Frauenhäusern.

„An diese Erfolge wollen wir mit dieser Frauenwoche anknüpfen. Sie sollen Mut machen, sich gegen die heutigen geschlechtsspezifischen Diskriminierungen zu wehren, sich zu solidarisieren und sich gegenseitig zu unterstützen“, betont die Gleichstellungsbeauftragte.

Seit 1991 engagieren sich Frauen, Gleichstellungsbeauftragte, Aktivistinnen, Vertreterinnen von Frauenverbänden und Frauennetzwerken jährlich um den Internationalen Frauentag am 8. März herum, um auf die Belange der Frauen aufmerksam zu machen.

So habe sich die Brandenburger Frauenwoche über die Jahre zu einer willkommenen Plattform für frauen- und gleichstellungsspezifische Themen etabliert, gerade auch auf Landkreisebene, schätzt Elke Voigt ein. Hier treffen sich kommunale Gleichstellungsbeauftragte, frauenpolitisch Aktive in Verbänden, Vereinen, Gewerkschaften, Parteien und der Kirche und vor allem viele Frauen aus unterschiedlichen Orten, sozialen Schichten und Generationen, würdigt sie die Aktionswoche. Dank der Hilfe der vielen ehrenamtlich Engagierten sei es erneut gelungen ein umfangreiches Programmangebot mit Diskussionsforen, Fachkonferenzen, Workshops, Ausstellungen und interessanten Begegnungen auf die Beine zu stellen.

Das Programmangebot zur 28. Brandenburgischen Frauenwoche im LDS finden Sie hier.

Arbeitsgespräch / Austausch über gleichstellungspolitische Perspektiven im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Frau Bundesministerin Dr. Barley:

Frau Dr. Barley hat im September 2017 zu einem Arbeitsgespräch über die Gleichstellungspolitik im Land eingeladen.

Dabei stellte sie fest: „Viele Verbände in unserem Land leisten wertvolle Arbeit für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Von großer Bedeutung für die Gleichstellungspolitik der Bundesregierung sind deren Anregungen, Erfahrungen und Einschätzungen“.

Das Arbeitsgespräch fand mit ca. 25 TeilnehmerInnen, wie z.B. dem Deutschen Juristinnenbund, der EAF, dem Deutschen Landfrauenverband, sowie der Gleichstellungsbeauftragten des LDS Frau Elke Voigt – diese ebenso in ihrer Funktion als Bundessprecherin der Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, statt.

Es wurden mit der Bundesministerin unter anderem folgendeThemen  diskutiert:

-      Aufwertung sozialer Berufe
-      Entgeltgleichheit
-      Frauen in Führungspositionen
-      Parität in Politik und Wirtschaft
-      Sorgearbeit von Frauen und Männern

Im Gespräch wurden wichtige Impulse und interessante Fragen der Gleichstellungspolitik im Bund aufgeworfen und Lösungsansätze aufgezeigt. Die TeilnehmerInnen haben eine starke Zivilgesellschaft erlebt, mit der wir uns  weiter weiterhin gemeinschaftlich für die Gleichstellung in unserem Land einsetzen werden.

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Frau Dr. Barley mit der Gleichstellungsbeauftragten des LDS Frau Voigt

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Barley mit der Gleichstellungsbeauftragten Elke Voigt

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