Untere Jagdbehörde

Aussetzung der Sprechzeiten in der unteren Jagd- und Fischereibehörde (UJFB) ab dem 19.03.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Grund der aktuellen Corona-Gefährdungslage finden ab dem 19. März 2020 bis auf Weiteres keine öffentlichen Bürgersprechzeiten in der Kreisverwaltung statt (siehe auch Pressemitteilung des LDS 2020/0060).

Anträge z. B. für Jagd- und Fischereischeine können Sie mit allen notwendigen Unterlagen auf dem Postweg an die UJFB senden oder in den Briefkasten Beethovenweg 14 in 15907 Lübben (Spreewald) einwerfen. Jagdscheine/Fischereischeine/Fischereiabgabehefte und Bescheide werden mit entsprechendem Gebührenbescheid per Post an Sie zurückgesendet.

Die notwendigen Antragsformulare finden Sie hier.

Bei Fragen zu allen weiteren Anliegen sind die Mitarbeiter der UJFB unter den Ihnen bekannten Telefonnummern erreichbar. Wir bitten um Verständnis, dass wir bei personellen Engpässen nicht jedes Telefonat sofort annehmen können. Wir rufen Sie zurück, sofern Ihre Telefonnummer nicht unterdrückt wird.

Wichtige Information für Jagdpächter:

Bei der in diesem Jahr notwendigen Jagdscheinverlängerung muss der persönlich unterzeichnete Antrag dafür bis spätestens zum 31.03.2020 beim Landkreis Dahme-Spreewald eingegangen sein! Eine spätere Beantragung führt zur Pachtunfähigkeit und hat Auswirkungen auf den Fortbestand des Pachtverhältnisses.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Team der unteren Jagd- und Fischereibehörde


In der unteren Jagdbehörde liegen die Schwerpunkte der Arbeit in der Erteilung von Jagdscheinen, der Bestätigung und Kontrolle der Abschusspläne und der Aufsicht über die Jagdgenossenschaften und Hegegemeinschaften. Auch die Überwachung des Wildhandels, die Erteilung jagdrechtlicher Ausnahmegenehmigungen und die Abrundung von Jagdbezirken gehören zu den Aufgaben der unteren Jagdbehörde, die Sie in allen Fragen zum Jagdgesetz gern berät.

Die Durchführung der Jägerprüfungen wurde vor geraumer Zeit an den Landesjagdverband Brandenburg übertragen (www.ljv-brandenburg.de). Die Internetpräsenz der oberste Jagdbehörde finden Sie unter www.mlul.brandenburg.de.

Die Gebühren in der unteren Jagdbehörde ergeben sich aus der Verordnung zur Erhebung von Verwaltungsgebühren in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd (GebOLandw).
Verwaltungsgebühren (Anlage 2 lfd. Nr. 6)

Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es ca. 1.000 Jäger mit gültigen Jagdscheinen. Auf den rund 206.000 ha Jagdflächen im Landkreis Dahme-Spreewald existieren 264 Jagdbezirke. Diese untergliedern sich in 150 gemeinschaftliche Jagdbezirke, 78 Eigenjagdbezirke und 36 Verwaltungsjagdbezirke.

Der Eigentümer von bejagbaren Flächen hat das Recht und die Pflicht, die Jagd auf seinen Flächen selbst (mit gültigem Jagdschein) oder durch Dritte auszuüben, wenn seine zusammenhängenden bejagbaren Flächen mindestens 150 ha (auf Antrag mindestens 75 ha) betragen. Dies sind sogenannte Eigenjagdbezirke bzw. im Landes- oder Bundeseigentum sogenannte Verwaltungsjagdbezirke.

Bei geringerer Flächengröße gehören die Jagdflächen per Gesetz dem örtlichen gemeinschaftlichen Jagdbezirk an. Zu jedem der 150 gemeinschaftlichen Jagdbezirke besteht auch eine Jagdgenossenschaft. Die Eigentümer von Jagdflächen außerhalb von Eigenjagdbezirken sind somit kraft Gesetzes Mitglieder der entsprechenden Jagdgenossenschaft, also Jagdgenossen. Die Jagdgenossenschaft ist ein Vertretungsorgan der Grundeigentümer und unterliegt der jagdrechtlichen Rechtsaufsicht der unteren Jagdbehörde. Die Jagdgenossen wählen einen Jagdgenossenschaftsvorstand, der sie gerichtlich und außergerichtlich vertritt. In den regelmäßigen Versammlungen der Jagdgenossenschaft beraten sich die Jagdgenossen und Jäger und fassen auf der Grundlage einer eigenen Satzung Beschlüsse, z. B. über die Vergabe der Jagdpacht und die Auszahlung des Reinerlöses aus dem Jagdpachtzins.

Im Landkreis Dahme-Spreewald bestehen 9 Hegegemeinschaften, in denen die Jäger freiwillig die großräumige Bejagung und Hege der vorkommenden Schalenwildarten wie Rotwild, Dam- und Muffelwild abstimmen. Die Hegegemeinschaften agieren hierbei teilweise landkreisübergreifend.

Zur fachlichen Beratung aller Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung sowie wichtiger Einzelfragen stehen der Jagdbehörde ein Jagdberater sowie ein benannter Jagdbeirat zur Verfügung. Zudem bestellt die untere Jagdbehörde die Wildschadensschätzer.


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