Elterngeld

Für alle ab dem 01.01.2007 geborenen Kinder kommt das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) in Anwendung. Elterngeld erhalten Eltern, die sich vorrangig selbst der Betreuung ihres Kindes widmen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind. Berechtigt sind auch Erwerbslose, Studenten, Auszubildende sowie Adoptiveltern und in Ausnahmefällen auch Verwandte.

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem durchschnittlichen erzielten monatlichen Erwerbseinkommen der letzten 12 Kalendermonate vor der Geburt des Kindes und beträgt mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro. Ersetzt werden grundsätzlich 67 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens. Ab einem zu berücksichtigenden durchschnittlichen Einkommen von 1.200 Euro wird der Elterngeldanspruch stufenweise von 67 Prozent auf 65 Prozent abgesenkt.

Elterngeldberechtigte, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 250.000 Euro (für Elternpaare 500.000 Euro) hatten, haben keinen Anspruch mehr auf Elterngeld.

Des Weiteren werden Zuschläge bei Mehrlingsgeburten in Höhe von 300 Euro je weiterem Mehrlingsgeschwisterkind gewährt. Bei Familien mit Geschwisterkindern können abhängig von deren Anzahl und Alter ein Geschwisterbonus zum Bundeselterngeld gezahlt werden.

Bisher war das Elterngeld in Höhe von 300 Euro monatlich bei Sozialleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Kinderzuschlag) anrechnungsfrei. Nunmehr wird das Elterngeld hier vollständig als Einkommen berücksichtigt und die Sozialleistungen entsprechend gekürzt. Der Anspruch auf Elterngeld bleibt jedoch grundsätzlich erhalten.

Sonderregelung Elterngeldfreibetrag: Alle Elterngeldberechtigten, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, erhalten ab 01.01.2011 einen Elterngeldfreibetrag. Dieser entspricht dem durchschnittlich ermittelten Einkommen vor der Geburt und beträgt höchstens 300 Euro. Bis maximal zu dieser Höhe bleibt das Elterngeld dann bei den genannten Sozialleistungen weiterhin anrechnungsfrei.

Auch bei Bezug von Elterngeld ist eine Teilzeiterwerbstätigkeit im Umfang bis zu 30 Wochenstunden möglich. Das erzielte Erwerbseinkommen wird aber bei der Berechnung der Anspruchshöhe berücksichtigt. Zweckgleiche Leistungen (Mutterschaftsgeld, Arbeitgeberzuschuss) werden auf den Elterngeldanspruch angerechnet.

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