Beifuß-Ambrosie

Ambrosia artemisiifolia wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppt und breitet sich seither in Europa aus. Klimawandel, Verkehrsströme, globaler Handel und Tourismus begünstigen ihre Ausbreitung. Sie ist bei Allergikern gefürchtet, da ihre Pollen schon in geringsten Mengen Allergien auslösen können. Diese zeigen sich durch Symptome wie tränende Augen, Heuschnupfen, Kopfschmerzen oder Husten bis hin zum Asthma. Die Pflanze verursacht aber noch mehr - eine Berührung kann bei sensibilisierten Menschen zu Hautausschlägen, Nesselsucht oder roten, juckenden Quaddeln führen.
Die einjährige Unkrautpflanze vermehrt sich durch Samen, die im Boden bis über 40 Jahre keimfähig bleiben können. Man findet Ambrosia innerstädtisch oft an Vogelfütterungsplätzen, in Neubaugebieten, auf Randstreifen von Straßen und außerorts daneben auf Brachflächen, Stilllegungsflächen, Böschungen von Straßen und Wegen und auf manchen Feldern.
Ende 2006 hat das Julius Kühn-Institut, der Nachfolger der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, ein Aktionsprogramm Ambrosia beschlossen, welches auch ein Handlungsschwerpunkt im Aktionsplan des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gegen Allergien ist. Ziel dieser Initiativen ist es, die weitere Ausbreitung dieser nichtheimischen Pflanze zu stoppen und sie möglichst wieder zurückzudrängen.
Neben dem Monitoring zur Verbreitung der Pflanze und Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Ein- und Verschleppung von Ambrosiasamen sowie zur Bekämpfung existierender Pflanzen bildet die Informationsarbeit eine wichtige Säule in diesem Aktionsprogramm. Nur durch die Mithilfe von informierten Bürgern ist es möglich, die Pflanze am weiteren Ausbreiten zu hindern.

Die jeweiligen Ordnungsämter der Gemeinden des Landkreises Dahme-Spreewald sowie das Landwirtschaftsamt des Landkreises (Herr Schuhmann, Tel.: 03546 20-3308) klären die Bevölkerung zur Problematik auf, schlagen Schutzmaßnahmen vor und helfen bei einer unbürokratischen Beseitigung der Problempflanze. Fachliche Unterstützung (z. B. Pflanzenbestimmung) wird vom Umweltamt des Landkreises (Ansprechpartner können der rechten Seitenleiste entnommen werden) zugesichert.
Bei kleinen bis mittleren Pflanzenbeständen ist das Ausreißen der Pflanzen vor Beginn der Blütezeit am effektivsten. Für landwirtschaftliche Flächen sind die Maßnahmen (z. B. Mähen oder Pflügen) auf die jeweilige Situation entsprechend anzupassen. Die beste Strategie ist es, die Produktion von Samen und gleichzeitig die Pollenproduktion zu verhindern.

Weiterführende Links:

Rechtsgrundlagen

Folgende rechtliche Grundlagen sind maßgeblich:

  • Bundesnaturschutzgesetz § 40

Die zuständigen Ansprechpartner der uNB können Sie der rechten Seitenleiste entnehmen.

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